Tuesday, December 10, 2013

Sieben Thesen zum Change - Strategien eines Kommunikationschefs (Teil 6)

These 6: Eine glaubwürdige Geschichte mit Relevanz weckt Verständnis und schafft Verpflichtung

In Veränderungsprozessen sind Glaubwürdigkeit und Vertrauen von entscheidender Bedeutung für den Erfolg. Von solchen Prozessen betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vergleichen laufend ihre Erwartungen mit dem Verhalten der Organisation und deren Führungskräfte. Reden und Handeln müssen überstimmen. Nicht immer laufen Veränderungen wie geplant ab. Umso wichtiger ist in solchen Momenten ein intaktes Vertrauensverhältnis.

Voraussetzung dazu ist eine glaubwürdige Geschichte mit Relevanz. Erklären sie mit klaren Botschaften, nicht nur wieso und was ändert sondern auch was bleibt. Indem sie die Gründe eines Strategiewechsels, eines Verkaufs, einer Übernahme, einer Restruktierung aufzeigen, wecken sie Verständnis. Denn bei tiefgreifenden Veränderungen stellen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zuerst einmal die Fragen nach dem Sinn und Zweck. Finden diese ehrliche und verständliche Antworten und erkennen die Mitarbeitenden den Handlungsbedarf, ist eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Ablauf des Veränderungsprozesses geschaffen.

Sagen sie aber auch, wenn sie etwas nicht wissen und vergessen sie nicht, laufend über den weiteren Verlauf der Veränderung zu informieren. Dabei sind einmal getroffene Entscheidungen so rasch als möglich zu kommunizieren. Auch in negativen Veränderungen gibt es Erfreuliches zu berichten, zum Beispiel dann, wenn Meilensteine erreicht wurden, Unsicherheiten beseitigt oder Klarheit geschaffen wurde. Lassen sie die Betroffenen an solchen Erfolgen teilhaben und halten sie den "sense of urgency" aufrecht. Damit schaffen sie neue Motivation und Verpflichtung für den weiteren Verlauf der Veränderung.

(Fortsetzung mit These 7 folgt)
 

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